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Samstag, 5. August 2006

Das Haus am See

Mal wieder im Kino gewesen
Das Haus am See
Eigentlich ist das eine Fortsetzung von Speed. Sandra Bullock und Keanu Reeves zusammen in einem Film, in dem ein Bus eine wichtige Rolle spielt. Aber mal im Ernst, was die beiden Filme wirklich verbindet ist, neben den Hauptdarstellern, das dezente Fehlen von Realität. Ein Briefkasten, der Briefe zwei Jahre in die Vergangenheit, oder Zukunft schickt, je nachdem auf welcher Seite des Briefkastens man steht, kommt nun mal nur im Film vor. Dies zu akzeptieren ist der Schlüssel um den Film zu mögen, es ist einfach ein Märchen, daß man mögen kann oder nicht.
Durch die Briefe lernen sich zwei Menschen kennen, die im Gleichen Haus leben, was, nebenbei erwähnt, zwar vollkommen unpraktisch, aber von der architektonischen Idee brillant ist. Mitten im Haus steht ein Baum, hat rundherum nur Fenster und einen Bootsanleger, was will man mehr. Allerdings leben sie nicht zur gleichen Zeit in diesem Haus, sondern zwei Jahre versetzt. Na ja, sie schreiben sich nun mal Briefe, zwischendurch treffen sie sich mal und jada jada jada am Ende kommt es noch zu einem Konflikt und Spannung auf und wenn sie nicht gestorben sind…
Das Haus am See ist keine standart Schnulze, und somit sehenswert, und mit einem netten Menschen im Partnersitz im Kino ist der Film auch doppelt so gut.

Dienstag, 4. April 2006

Walk The Line

Mal wieder im Kino gewesen.
Walk The Line
Bevor ich diesen Film gesehen habe, wurde mir die kritische Frage gestellt, ob denn jetzt in Zukunft jeder zum Johnny Cash Fan wird, so wie es im letzten Jahr mit Ray Charles der Fall war? Aber es ist sicher kein Wunder, wenn man nachdem man diesen Film gesehen hat ein gewisses Faible für die Musik entwickelt.
Der Film ist großartig. Worum es geht ist ebenso eindeutig wie einfach, es ist die Biographie von Johnny Cash. Man erwartet gute Musik, und viel davon, aber man bekommt auch eine interessante Geschichte mit dazu, die mit einigen überraschenden Details aufwartet.
Grandios sind auch die Schauspieler. Reese Witherspoon hat den Schritt zu ernsten Charakterrollen gewagt und geschafft, und den Oscar nicht zu Unrecht erhalten. Joaquin Phoenix hat nun auch sein böses Image aus Gladiator abgelegt. Beide haben brillant gespielt.
Schauspieler, Musik, Bilder, Geschichte; alles ist erstklassig. Dieser Film schreit nach einem Kino, in dem man ihn sehen muß.

Montag, 6. März 2006

Syriana

Mal wieder im Kino gewesen.
Syriana
Ich weiß nicht, worum es sich inhaltlich dreht, deswegen möchte ich mich auch nicht detailliert dazu äußern. Es geht irgendwie um Öl, Geheimdienste, Islamismus. Von Anfang an werden dem Zuschauer Bilder wie in einer Diaschau präsentiert, die es nötig macht, daß fast jede Szene mit der Ortsangabe ausgestattet ist. Das geht alles zu schnell, so daß man die vielen Personen, Orte, Handlungspartikel einfach nicht mehr zusammenbringt. Man weiß nicht, wie das alles zusammenhängen soll, weshalb sich auch kein Handlungsstrang erkennen läßt. Aus diesem Grund wird der Film auch gähnend Langweilig, sobald sich die Verwirrung gelegt hat, und man erkannt hat, das man dem Film nicht folgen kann, später auch nicht mehr möchte. Nur der wortwörtliche Knalleffekt am Ende verhindert, daß das Publikum erst vom Licht geweckt wird, das zum Abspann angeht. Interessante Bilder und eine Vielzahl auch bekannter und immer guter Schauspieler sind die einzigen positiven Aspekte dieses Streifens.
Wer gerne den frisch geehrten Oscar-Preisträger George Clooney im Kino sehen möchte, der soll dies tun, die anderen können sich später auch vor dem Fernseher langweilen.

Dienstag, 21. Februar 2006

Aeon Flux

Mal wieder im Kino gewesen.
Aeon Flux
Eigentlich sind diese Comic-Verfilmungen nicht mein Genre aber dieser Film war dann doch ganz in Ordnung. Die eigentliche Motivation war Charlize Theron im engen Leder Anzug zu sehen, aber es war doch kein Leder. Trotzdem die Wandlungsfähigkeit dieser Schauspielerin ist enorm, wenn man sie nur einmal in Monster und Aeon Flux vergleicht oder sie auf dem roten Teppich betrachtet. Die Geschichte dreht sich um eine Stadt in 400 Jahren, in der die letzten Menschen auf der Welt leben, die eine Seuche überlebt haben. Seit der Seuche wird die „Kommune“ von einer Familiendynastie regiert. Als immer wieder einzelne Mitmenschen verschwinden, wollen Aufständische gegen das Regime vorgehen. Das eigentliche Geheimnis wird erst spät Gelüftet, was den Film auch interessant macht, wenn man die Vorlage nicht kennt. Da der Film in Babelsberg gedreht wurde tauchen einige bekannte Originalschauplätze auf. Sanssouci, das Gelände der BuGa Potsdam und auch einige Straßenzüge aus Berlin.
Alles in allem gibt es keine herausragende Momente, da aber der Film ansonsten auf einem gleich bleibenden guten Niveau bleibt, wird er zu einem kurzweiligen spannenden Kinovergnügen. Bestens geeignet für den Kinotag, auch ohne Lederanzug.

Montag, 21. November 2005

In den Schuhen meiner Schwester

Mal wieder im Kino gewesen.
In den Schuhen meiner Schwester
Das ist ganz einfach Kino. Wahrscheinlich wurde die Rolle der Maggi deshalb mit Cameron Diaz besetzt, damit man sich diesen Film anschaut. Denn mit der Vorschau und dem Filmtitel kann man eigentlich nicht so viel anfangen. Es ist aber in Ordnung, daß man ins Kino gelockt wird. Der Film ist ziemlich gut. Zu einen, weil Camerons nicht schauspielerischen Vorzüge gar nicht so im Vordergrund stehen, und zum anderen, weil es eine gute Geschichte ist. Die beiden Schwestern Rose (Toni Collette) und Maggi haben nicht das beste Verhältnis zueinander. Als Maggi mit Roses Freund ins Bett geht trennen sie sich endgültig. Maggie findet die todgeglaubte Großmutter Ella (Shirley McLaine) der beiden Schwestern und zieht bei ihr im Altersheim ein.
Die Entwicklung der Schwestern wird nebeneinander dargestellt. Es ist eine schöne und nicht anstrengende Geschichte, mit einem großen Maß an Realitätsnähe. Nie denkt man, daß die Handlung zugunsten einer spektakulären Story gedreht wird. Ein Film ganz nach meinem Geschmack. Wie eine längere Kurzgeschichte, die eine Episode aus dem Leben der beiden Schwestern erzählt.
In den Schuhen meiner Schwester kann man sich ruhig mal ansehen.

Donnerstag, 29. September 2005

Guess who - Meine Tochter kriegst du nicht

Mal wieder im Kino gewesen.
Guess who - Meine Tochter kriegst du nicht
Eigentlich ist das nichts anderes als Meine Braut, ihr Vater und ich, allerdings trifft der weiße Simon seinen schwarzen Schwiegervater, der davon ausgeht, daß der Freund seiner Tochter auch ein (schwarzer) Bruder ist. Natürlich werden Klischees und Vorurteile beider Seiten abgearbeitet, aber auf einem ansprechenden Niveau. Der eigentliche Knackpunkt in der Beziehung zwischen Simon und Theresa ist, daß er nicht erzählt hat, daß er seinen Job gekündigt hat, und das sie ihren Eltern nicht erzählt hat, daß er weiß ist. Später Streiten sich auch die Eltern, obwohl ihre Silberhochzeit feiern. Die beiden verlassenen Männer kommen sich näher ...
Schöne gleich bleibende Gagdichte, und auch der sentimentale Jokus-Interruptus gegen Ende des Films bringt einen nicht wirklich aus dem Lachen heraus. Es lohnt sich mal wieder ins Kino zu gehen.